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Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bedeutende Ereignisse:
1884: gegründet von kaiserlichem Gesandten Dr.
Gustav Nachtigal
1914: Die deutsche Truppe flieht nach Rio-Muni
(Span.)
1960: wird von Frankreich in die Unabhängigkeit
entlassen
Deutsche Kolonien in
Afrika
Deutsch Südwestafrika
hatte nur 125.000 Eingeborene und 10.000 Deutsche
Einwohner und war 21/2 mal so groß wie das dt.
Reich. Im Jahr 1883 erwarb der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz in
Südwestafrika die Bucht Angra Pequena und das dazugehörige Hinterland
für 100 Pfund Sterling in Gold und 200 Gewehre von den Hottentotten, um
eine Zweigniederlassung seines Handelshauses zu gründen. Diese Erwerbung
und nach Absprache mit den Nachbarkolonien der Belgier und Briten, von denen das
restliche Land 1884 unter den Schutz Dt. Reiches gestellt
wurde.
Da Südwestafrika sehr trocken und zum
größten Teil mit Wüste und Dornstrauchsavanne bedeckt ist, war
Landwirtschaft kaum möglich (Karakulschafe). Dafür verfügt das
Land aber über reiche Bodenschätze. Anfangs baute man vor allem
Kupfererz, Blei, Kohle, Marmor und Dioptus ab. Als 1908 ein Eingeborener
zufällig in der Namibiawüste einen Diamanten fand, setzte ein
Diamantenfieber ein, das einfache Leute, die aus Deutschland ausgewandert waren,
reich machte.
Die Schattenseite von Südwestafrika waren die
vielen Aufstände von den Hottentotten und Hererostämme. Die von der
deutschen Schutztruppe blutig niedergeschlagen wurden. In der Schlacht am
Waterberg trieben die Deutschen die Hereros in die Wüste hinaus und
rotteten so fast das ganze Volk aus.
Mit Beginn des 1. Weltkriegs wurde auch in der Kolonie
der Kriegszustand ausgerufen. Nachdem 80.000 Südafrikaner nur 3.000
Deutschen gegenüberstanden, war die Kolonie von diesen eingenommen. 1990
wurde Namibia als letzte afrikanische Kolonie in die Unabhängigkeit
entlassen.
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